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Niedriglohnsektor breitet sich weiter aus
Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen. Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) lag der Anteil von Niedriglohnempfängern 2006 bei gut 22 Prozent. 1995 waren nur 15 Prozent der Beschäftigten gering bezahlt. Das IAQ untersuchte in der Studie die Stundenlöhne, unabhängig davon, ob die Beschäftigten in Vollzeit oder als Mini-Jobber arbeiten. Danach gibt es in Deutschland 6,5 Millionen Geringverdiener, von denen knapp die Hälfte Vollzeit-Beschäftigte sind.
Überdurchschnittlich betroffen von Niedriglöhnen sind insbesondere Mini-Jobber, Jüngere, gering Qualifizierte, Menschen mit Migrationshintergrund und Frauen. Der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung am Niedriglohnbereich ist von 58,6 Prozent im Jahr 1995 auf 67,5 Prozent 2006 deutlich gestiegen. Als Niedriglohn werden Entgelte eingestuft, bei denen weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns bezahlt werden.
Die IAQ-Studie ist im Internet abrufbar unter: www.iaq.uni-due.de
